Montag, 15. September 2014

Monsieur Claude und seine vier Töchter

Am vergangenen Wochenende sahen wir uns „Monsieur Claude und seine vier Töchter“ an. Ein gutsituiertes, brav katholisches französisches Ehepaar hat vier Töchter. Davon sind bereits drei verheiratet, eine mit einem Juden, die zweite mit einem Marokkaner und die dritte mit einem Chinesen. Es gibt jede Menge Reibereien zwischen den Schwiegersöhnen und die Eltern fühlen sich bereits stark überfordert mit ihrer bunten Familie, als die jüngste Tochter auch heiraten will. Ihr Liebster ist immerhin katholisch, was Mama sehr freut, aber zu aller Schrecken ist er schwarz. Eine Folge von verrückten Begegnungen zwischen den Familien der beiden Verlobten droht die Beziehung der beiden zu zerbrechen. Ohne Rücksicht auf „political correctness“ macht der Film deutlich, dass überall Vorurteile lauern, ohne dass wir uns dessen bewusst sind und das einander Kennenlernen, das beste Mittel dagegen ist. Natürlich sind die Figuren teilweise etwas holzschnittartig, aber doch sehr menschlich dargestellt. Der Film von Philippe de Chauveron mit einem glänzenden Christian Clavier als Vater mit seiner Mischung aus Gefühl und Komik ohne Klamauk hat mich sehr angerührt und ich habe Tränen gelacht.

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