Montag, 18. Juli 2016

Von Drachen, Bomben und Reisen ins Ungewisse

Der Klappentext machte mich zunächst glauben, es gehe um eine Kindergeschichte und die spielt dann auch eine wichtige Rolle in diesem Buch. Aber die Erzählung spannt einen großen Bogen vom Afghanistan der letzten Tage der Monarchie über den Putsch des Bruders des Königs, den Einmarsch der Russen bis in die Zeit nach dem 9.11.2001. Sehr bewegend beschreibt das Buch die Erlebnisse eines Jungen aus der oberen Mittelklasse, sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater und die Freundschaft zu dem Sohn eines Dieners der Familie, einem Hazara. Diese Volksgruppe wird dort so verabscheut, wie es hier früher (teilweise noch heute) mit den Roma war. Eine böse Begegnung läßt die Freundschaft zerbrechen und die Familie Amirs, des Erzählers der Geschichte, flieht vor den Russen nach Amerika. Jahrzehnte später kommt er wieder in seine Heimat, um eine Schuld gut zu machen, die er auf sich geladen hatte. Die Erzählung gibt ein Bild von einem vergangenen Afghanistan, das aber noch heute in den Menschen weiterlebt, es berichtet von Abenteuern und Freuden, aber auch großem Leid, welches die Protagonisten durchleben müssen. Ich habe das Buch nur ungern fortgelegt, nachdem ich es gelesen hatte. Drachenläufer, Khaled Hosseini, Berliner Taschenbuch Verlag 2007 Titel des Buches:

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